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Eugeniusz Haneman

Eugeniusz Haneman wurde am 14. April 1917 als Sohn von Edmund und Janina Haneman in Warschau geboren. 1940 beendete er die Oberschule in der Konwiktorska Straße in Warschau mit einem Diplom in Fotografie. Einer seiner Mentoren war der berühmte polnische Künstler und Fotograf Marian Dederki. In den 1930er und 1940er Jahren arbeitete Haneman als Porträt Fotograf für die Firmen „Portet przy kawie“ in der Foksla Straße und bei „Van Dyck“ in der Allee Jerozolimski. Mit einer Genehmigung der polnischen Regierung im Exil fungierte Haneman im Warschauer Aufstand als ziviler Fotoreporter in Zusammenarbeit mit dem polnischen Fotografen und Heimatarmee Offizier Sylwester Braun, Pseudonym Kris. Nach dem Warschauer Aufstand gelangte Haneman über das Durchgangslager Pruszkow nach Krakau, kehrte aber bald darauf in den Warschauer Stadtteil Ursus zurück, wo er bis zum Ende des Krieges als Fotoreporter tätig war. 1945 begann Haneman seine Arbeit für das polnische Militär in den Filmstudios in Lodz und wurde in Krakau als Kameramann und Korrespondent eingesetzt. In den Jahren 1949-1953 war er als Kameramann für das Filmstudio in Lodz tätig. 1958 beendete er sein Studium der Fakultät Kinematografie an der stattlichen Lodzer Filmhochschule. Von 1953 bis 2005 lehrte Haneman an der Lodzer Filmhochschule das Fach Fotografie. Seit 1947 ist er Mitglied im Verband der polnischen Kunstfotografen. Haneman erhielt zahlreiche Auszeichnungen für Fotografie und lebt in Lodz. 

 

  • Die Fotografien von Haneman unterteilen sich in zwei wesentliche Hautgruppen. Die erste Bildserie dokumentiert die Zeit im Warschauer Aufstand. Die zweite Bildserie entstand in den Monaten Januar und Mai 1945. Die Bilder aus der Zeit vom Warschauer Aufstand wurden im nördlichen und südlichen Teil der Innenstadt und im Stadtteil Powiśle, der Weichsel Region aufgenommen. Die Fotos erinnern u.a. an die Kampfhandlungen um die Heilig-Kreuz-Kirche vom 23. August.  In der zweiten Serie der Fotos ist die zerstörte und verwüstete Stadt das Hauptthema. Anonyme, schemenhafte Silhouetten sind die einzigen Spuren von menschlicher Anwesenheit. Zusätzlich enthält die Sammlung von Haneman Fotos vom Warschauer Getto, die er aus einem Fenster einer fahrenden Straßenbahn während der Besatzungszeit aufnahm. Diese Bilder und 15 weitere Negativrollen wurden in einem Keller eines Warschauer Wohnhauses begraben und konnten somit erhalten werden. Ein zweites Paket Filmrollen, welches auf ähnliche Art und Weise versteckt wurde, ging verloren.
MPW-IN/2937
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MPW-IN/2960
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MPW-IN/2959
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MPW-IN/2983
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MPW-IN/2934
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MPW-IN/2949
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