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Zbigniew Grochowski

Zbigniew Grochowski wurde am 31. August 1926 in Lublin geboren. Den Kriegsausbruch erlebte  seine Familie in Brest (Weißrusslands). Im Spätherbst 1939, nach den ersten Transporten von polnischen Bürgern nach Sibirien, entschieden sich die Eltern zur Flucht. Die Familie kam zunächst bei Verwandten in Lublin unter. Aufgrund der Tätigkeiten des Vaters in der Untergrundbewegung und der Inhaftierung von Verwandten der Mutter zog die Familie nach Warschau. Hier lebten sie während der gesamten Zeit der deutschen Okkupation. Grochowski bestand im Warschauer Untergrund im illegalen Unterricht sein Abitur und wurde Mitglied der Pfadfindergruppe „Szare Szeregi” (die Grauen Reihen). Hier nahm er aktiv an kleineren Sabotageaktionen teil und fotografierte deutsche Objekte und Exekution auf der Straße. Den ersten Monat des Aufstands erlebte Grochowski in der Altstadt, wo er in der Sapieżyńska Straße 10 unter dem Namen  Stefan Zabłocki wohnte. Nach der Aufgabe der Altstadt und der Evakuierung der Zivilbevölkerung gelangte er zusammen mit seiner Mutter und seinem Bruder in das Durchgangslager Dulag 121 in Pruszkow. Von hieraus kam Grochowski als Zwangsarbeiter auf einen deutschen Bauernhof. Nach dem Krieg wohnte er bei der Familie in Lublin. Hier beendete er an der Maria-Curie-Skłodowska-Universität das Geologie Studium und arbeitete als Lehrer. Anfang der 50er Jahre zog Grochowski nach Legnica, wo er weiterhin Physik und Mathematik unterrichtete und bis heute lebt.  Grochowski engagierte sich sehr im Bereich der Jugendarbeit und organisierte zahlreiche Ausflüge für Jugendliche Ferienlager und Wanderungen in die schönsten Regionen Polens. In den zwanzig Jahren seiner Tätigkeit für die Gesellschaft für Allgemeinwissen  hielt Grochowski unzählige Vorträge über Bildungsthemen in ländlichen Kulturzentren und der "Universität für Eltern“. Grochowski hat nie aufgehört sein Wissen und seine Erinnerungen über den Warschauer Aufstand zu erzählen. Seit vielen Jahren hält er hierzu Vorträge und organisiert Treffen, die dem Ereignis gewidmet sind. Für sein soziales und berufliches Engagement erhielt Grochowski zahlreiche Auszeichnungen.

 

  • Die erste Gruppe von Fotos von Zbigniew Grochowski stammen aus der Zeit der deutschen Besatzung und zeigen die Warschauer Altstadt aus der Perspektive des Spaziergängers. Die nächsten Bilder zeigen die Aufständischen in ca. ein Dutzend Filmaufnahmen während den Kämpfe in der Altstadt, junge Aufständische, die ersten Opfer sowie brennende Häuser. Der dritte und größte Teil der Sammlung entstand 1945 gleich nach dem Kriegsende. Die Aufnahmen zeigen die Ruinen der Häuser und Kirchen noch zu Kriegszeiten, Überreste der exhumierten Opfer, provisorische Gräber und Gedenkinschriften für die Gefallenen. Die Einwohner passen sich den neuen Umständen an, der Kleinhandel wird wiederbelebt, Dienstleistungen werden mithilfe von behelfsmäßigen Werbungen angeboten. Kleinere Marktstände in den Straßen und die ersten Formen des Wideraufbaus sind zu erkennen.
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