A
A
A
search
Sprachen Deutsch Polski English
< Zurück zur Fotothek
Olgierd Budrewicz

Olgierd Budrewicz, Pseudonym Konrad, wurde am 10. Februar 1923 in Warschau geboren. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges war er 16 Jahre alt und besuchte das V. Staatliche Gymnasium - das Prinz Józef Poniatowski-Gymansium. 1942 bestand er im geheimen Schulsystem des organisierten Untergrunds das Abitur. Anschließend studierte er Rechtswissenschaften und belegte Kurse in Journalismus an der ebenfalls im Untergrund existierenden Universität Warschau. Ein Bekannter führte Budrewicz in den Widerstand ein. Budrewicz wurde Soldat der Heimatarmee (Pseudonym Konrad) und absolvierte 1943 eine Ausbildung zum Kadetten. Den Ausbruch des Aufstandes erlebte er in seinem Warschauer Heimatbezirk Żoliborz, wo er in den Reihen der Gruppierung „Żmija” kämpfte. Anfang September 1944 wurde er in die Redaktion der aufständischen Presse „Dziennik Radiowy 22. Obwodu AK” versetzt. Nach der Kapitulation des Warschauer Aufstands verließ er Warschau in der Gruppe der Zivilisten und gelangte in das Durchgangslager in Pruszków, aus dem er mit Hilfe von Freunden fliehen konnte. Er versteckte sich bei Freunden in Żyrardow. Nach dem Krieg beendete er sein Studium der Rechtswissenschaften und arbeitete als Reporter und Kolumnist für Warschauer Zeitschriften. Budrewicz schrieb vieler Bücher über seine Reisen sowie Essays und Publikationen von Warschau. Er starb am 20. November 2011 in Warschau.

 

  • Die Fotosammlung von Olgierd Budrewicz wurde zwischen 1939-1949 erstellt und stammt aus den Fotoalben der Familie. Die fotografische Dokumentation von Ereignissen beginnt mit dem Ausbruch des II. Weltkrieges, als Budrewicz an einem Ausflug mit der Pfadfindergruppe in den Osten teilnahm.  Auf Film verewigte er die ersten Auswirkungen des Krieges und das Leben im besetzten Warschau. Die Fotografien von den im Untergrund stattfindenden Vorlesungen sind ebenso erhalten wie die geheimen Übungen in der Kadettenschule 1943. Einzigartig sind die Aufnahmen, welche die sportlichen Aktivitäten zeigen, z.B. Bilder von einem Spiel der Mannschaft „Promyk“ aus Żoliborz, wo Budrewicz Kapitän war.  Derartige Veranstaltungen waren von den deutschen Behörden offiziell verboten worden. Budrewicz porträtierte alle seine Freunde und Bekannten aus dem  Warschauer Stadtteil Żoliborz und stellte so eindrucksvoll die menschlichen Beziehungen heraus.  Seine Bilder haben oft einen privaten Charakter, besonders jene Fotografien, welche seine zukünftige Frau  Anna Kanicka zeigen, sein Familienhaus in der Kaniowska Straße 6 sowie Ausflüge außerhalb der Stadt im Winter und Sommer. Die Sammlung von Budrewicz endet mit Fotografien, die das zerstörte Warschau in der Nachkriegszeit zeigen. 

MPW-IP/6320/1
MPW-IP/6320/1
MPW-IP/6320/2
MPW-IP/6320/2
MPW-IP/6320/3
MPW-IP/6320/3
MPW-IP/6320/6
MPW-IP/6320/6
MPW-IP/6320/7
MPW-IP/6320/7
MPW-IP/6320/8
MPW-IP/6320/8
MPW-IP/6320/9
MPW-IP/6320/9
MPW-IP/6320/12
MPW-IP/6320/12
MPW-IP/6320/14
MPW-IP/6320/14
MPW-IP/6320/15
MPW-IP/6320/15
MPW-IP/6320/17
MPW-IP/6320/17
MPW-IP/6320/18
MPW-IP/6320/18
vorherige Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 von 26 nächste Seite
close